Direkt zum Hauptbereich

Seminar: Primärquelle

Zum Einstieg in das Thema muss ich den Artikel "Why did you do that? An economic examination of the effect of extrinsic compensation on intrinsic motivation and performance" (Abstract) von Harvey S. James Jr. bearbeiten.

James beginnt seinen Artikel mit einer Zusammenfassung der gemachten empirischen Beobachtungen und der Feststellung, dass ein theoretisches Erklärungsmodell bisher fehlt. Dieses Modell möchte er entwickeln. Er baut es auf zwei Säulen auf:

Zum einen auf einer Nutzentheorie (-funktion) die nicht nur auf die Ergebnisse von individuellen Entscheidungen fokussiert, sondern auch Emotionen, Erfahrungen und soziale Normen mit einbezieht.

Zum zweiten auf psychologischen Untersuchungen, die für jeden Menschen ein Streben nach Autonomie, Selbstbestimmung und Anerkennung der eigenen Kompetenz durch andere unterstellt (in verschiedener Ausprägung). Dieses Gefühl der Autonomie und Selbstbestimmung - welches für den Einzelnen einen Nutzen (Befriedigung) darstellt - werde beseitigt, wenn er einen Anreizlohn erhält. Der Mensch würde einen solchen Anreiz als Kontrolle und als Misstrauen empfinden. Entsprechend empfinde er seine Arbeit nicht mehr als selbstbestimmt und seine Kompetenz nicht mehr anerkannt.

Aufbauend darauf entwickelt James eine Nutzenfunktion, die diese intrinsische Motivation und deren Vorhanden- oder Nichtvorhandensein formal beschreibt, um zu erklären, wann es sich für den Einzelnen lohnt nicht mehr intrinsisch motiviert zu sein, wenn er ein Anreizgehalt bekommt. Der Nutzen für den Einzelnen sei in diesem Fall ohne intrinsische Motivation höher als mit dieser. Das ist der Punkt, den ich noch nicht ganz verstehe.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Utopie gesucht

In den 90er Jahren gab es meiner Meinung nach eine positive Zukunftssicht. Das sah man u.a. in der Serie Star Trek The next generation. Heute dagegen scheint es nur noch pessimistische Blicke auf die Zukunft zu geben. Auch die aktuellen Star Trek Serien stellen eine düsterere Welt dar. Dies könnte zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Gibt es in der aktuellen Popkultur noch Utopien?

Laissez-faire

Ich bin mit den Gender-Verboten, die gerade in einigen Bundesländern erlassen werden, nicht so glücklich. Zwar bin ich der Meinung, dass man die selbsternannte "geschlechtergerechte" oder "gendersensible" Sprache nicht nutzen sollte, da sie sexistisch und frauenverachtend ist; allerdings glaube ich, dass sie sich aus genau diesen Gründen nicht durchsetzen wird, wenn man den Menschen die Wahl lässt. Ich bin davon überzeugt, dass meine Argumente gegen die separierenden Sprache und für die vereinende Sprache nachhaltiger sind als Verbote. Verbote sehe ich hier als kontraproduktiv, da sie wahrscheinlich Widerstand hervorrufen und die Debatte eher verhärten, was ein Überzeugen durch Argumente unwahrscheinlicher macht. Außerdem schafft es einen Referenzfall, der den Gendergegnern auf die Füße fallen wird, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse ändern sollten. Denn - wie du mir mir, so ich dir - wird dann umgekehrt das gegnerische Maskulinum verboten. Genau aus diesem Grund ...

Key Art

Eine ausgediente PS/2-Tastatur und ein nicht benötigter Setzkastenrahmen: