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Posts

Es werden Posts vom 2011 angezeigt.

Lang lebe <hier Wunschname einfügen>

Ein Text über Menschen, die private Projekte durchführen, ohne dabei anderen gegenüber physische Gewalt anzuwenden. Entscheidungen und Strukturen sollen dezentralisiert werden. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Staatmonopolen (wie z.B. dem Geldmonopol) werden private Organisationen entgegengesetzt. Die Geschenkläden scheinen ein cleverer Angriff auf den Sozialstaat zu sein: Da ja kein Umsatz gemacht wird, fällt auch keine Umsatzsteuer an, oder? Müsste man mal untersuchen. Wenn dies der Fall ist und sich die Läden weiter ausbreiten, wird jener Staat wahrscheinlich bald "eingreifen" - zum Wohle der Gemeinschaft und zum Schutz vor diesen Steuerhinterziehern.

Bis dahin freuen sich Liberale, Libertäre, (Anarcho-)kapitalisten oder wie sich diese Marktradikalen alle nennen, über solche Initiativen: Mehr Privat, mehr dezentral, mehr Individuell, mehr freie Vereinbarungen, mehr Markt.

Etwas verwirrend ist, dass die ganzen Handlungen als "Kampf gegen den Kapitalismus" be…

Seminar: Primärquelle

Zum Einstieg in das Thema muss ich den Artikel "Why did you do that? An economic examination of the effect of extrinsic compensation on intrinsic motivation and performance" (Abstract) von Harvey S. James Jr. bearbeiten.

James beginnt seinen Artikel mit einer Zusammenfassung der gemachten empirischen Beobachtungen und der Feststellung, dass ein theoretisches Erklärungsmodell bisher fehlt. Dieses Modell möchte er entwickeln. Er baut es auf zwei Säulen auf:

Zum einen auf einer Nutzentheorie (-funktion) die nicht nur auf die Ergebnisse von individuellen Entscheidungen fokussiert, sondern auch Emotionen, Erfahrungen und soziale Normen mit einbezieht.

Zum zweiten auf psychologischen Untersuchungen, die für jeden Menschen ein Streben nach Autonomie, Selbstbestimmung und Anerkennung der eigenen Kompetenz durch andere unterstellt (in verschiedener Ausprägung). Dieses Gefühl der Autonomie und Selbstbestimmung - welches für den Einzelnen einen Nutzen (Befriedigung) darstellt - werde bes…
Auf den Blog USA Erklärt habe ich bereitszweimal hingewiesen. Wegen eines gestrigen Gesprächs mache ich dies nun noch einmal, insbesondere auf die Themenliste.

Als Vorgeschmack hier einige Zitate. Formatierung und Verlinkungen habe ich nicht übernommen.

"Bei den 'Vereinigten Staaten von Amerika' ist der Name Programm: Es handelt sich um einzelne, souveräne Staaten, die einige wenige Aufgaben an einen Überbau abgegeben haben. Sehr wenige Aufgaben, so wenige, dass die USA noch nicht einmal einen Innenminister haben [...]. Die Faustregel lautet, dass der Bund sich um die Außenpolitik und einige länderübergreifende Dinge kümmert und der Rest bei den einzelnen Staaten bleibt, insbesondere der Teil, der mit dem Alltag der Bürger zu tun hat. " [1]

"Der Bund ist nach außen gewandt, die einzelnen Staaten nach innen. Beide kontrollieren sich gegenseitig: Der Bund sorgt dafür, dass kein Staat seine Nachbarn anfällt oder plötzlich eine Diktatur ausruft. Die Staaten sorgen gem…

Seminarthema

Letzten Montag habe ich nun das Thema für das Seminar "Verhaltensökonomik" bekommen, welches ich bis Dezember bearbeitet haben muss: "Auswirkungen von Anreizgehältern auf die intrinsische Motivation"

Es geht dabei um die Beobachtung, dass Menschen, die bisher ein fixes Gehalt bezogen haben, ihre Arbeitsleistung verringern, wenn ihnen zusätzlich ein leistungsabhängiger Bonus gezahlt wird. Bezeichnet wird dieser Effekt als "Motivation Crowding Out", also etwa "Motivationsverdrängung".

Interessanter wird das Thema, wenn man es aus der reinen Arbeitswelt herausholt und z.B. auf Felder wie die Open Source Entwicklung bezieht, wo die Beteiligung an Projekten zurückgegangen sein soll oder auf Blutspenden, wo die Spendenbereitschaft abgenommen haben soll, sobald man jeweils ein Bezahlung anbot.

Body check

Ich kann meine Frau nicht mehr mit unserem Kind alleine lassen. Sie verbummelt es stückchenweise. Ständig höre ich sie fragen: "Na wo ist denn Dein Näschen?" oder "Ja wo sind denn Deine Füßchen?"

Ich stürze dann immer gleich panisch dazu, um suchen zu helfen, aber immer hat sie die entsprechenden Teile dann schon wieder gefunden und angebracht.

Ich verstehe es nicht. Bei mir verliert das Kind nie irgendwelche Körperteile. Aber sobald sie sich mit ihm beschäftigt: "Huch, wo sind denn die kleinen Fingerchen?"

Ich traue mich inzwischen nicht einmal mehr Staub zu saugen, ohne vorher zu überprüfen, ob irgendetwas an unserem Kind fehlt, das Gefahr laufen könnte im Beutel zu landen.

Meine Frau kann meine Befürchtungen überhaupt nicht verstehen. Es sei doch nur ein Spiel. Hallo? Ich glaube ich werde morgen beim Jugendamt anrufen.

Geld ist nicht alles

Stefan Blankertz in "staatsabzunahme":
"Vor allem aber möchte ich warnen vor dem Fehlschluss, dass die Staatsausgaben als (alleiniger) Maßstab für Staatstätigkeit angesehen wird."Der Staat kann den Wohlstand der Menschen auch senken, ohne die Steuern und Abgaben zu erhöhen. Sei es durch Monopolgesetze, Konsumverbote oder Zwangsinstitutionen.

Für mich bedeutet dies, dass ich lieber relativ hohe Steuern zahle, dafür aber mit dem übrig gebliebenen Geld tun kann was ich will, als dass ich niedrigere Steuern zahle, mir dafür aber ständig von der Obrigkeit reinreden lassen muss, wie ich dieses größere Netto nun zu verwenden habe.

Für eine liberale Partei - wenn es sie denn in Deutschland gäbe - würde es bedeutet, dass man sich besser darum kümmern sollte den Bürgern all die Steine und Felsen der Verbotsbürokratie aus dem Weg zu räumen, statt sich an marginalen Steuersenkungen aufzureiben.

Zum einen dürfte der politische Widerstand geringer sein. Zum anderen führt ja z.B. …

Sozialingenieurtum I

Heute bau ich mir mal den Sozialstaat um.
Wir schaffen alle bisherigen Sozialleistungen ab (ALG, ALG2, staatliche Rente, Kindergeld usw.) undersetzen diese durch eine einzige Umverteilungsleistung, die an jeden Bürger ohne weitere Kriterienprüfung (nee ich glaube noch abhängig vom Alter) ausgezahlt wird (wird glaube ich unter dem Namen Grundeinkommen oder Bürgergeld diskutiert). Ist auch gleich verrechnet in der Form einer negativen Einkommensteuer möglich.
Da ich aber das System gerne widerspruchsfrei(er) hätte möchte ich nicht eine Regel haben, die die Einnahmeseite regelt (also z.B. X% des Einkommens werden davon vom Staat einkassiert) und eine andere die die Ausgaben regelt (jeder Bürger bekommt im Monat Y€). Denn wenn die Einnahmen zurückgehen, dann kann logisch die Ausgabenregel nicht mehr erfüllt werden (ohne sich wieder Hals über Kopf zu verschulden).

Außerdem sind Politiker dann immer versucht die Ausgaben je nach wahltaktischen Gründen anzupassen. Und die Bürger sind sowieso…

Ansichten eines Informatiker

Hier mal einen Verweis auf zwei Artikel von Hadmut Danisch:

In seinem Beitrag "Über die Vorratsdatenspeicherung" zeigt Danisch den möglichen Nutzen einer Vorratsdatenspeicherung und weist auch auf den § 101 Urheberrecht hin.

Und als kurzzeitig in den Entstehungsprozess Involvierter gibt er uns einen Einblick darin, "[w]ie die deutsche Internet-Kinderpornosperre zustande kam – und zugrunde ging".

Seminaranmeldung

Ich muss mich jetzt für ein Seminar anmelden und da stellt sich mir die Frage in welchen Fach ich dies absolvieren will. Einige Fächer habe ich bereits in die engere Wahl genommen.

Da wäre zum einen Wirtschaftspolitik. Hier werden zwei Seminare angeboten: "Freakonomics" und "Behavioral Economics". Das sind auf jeden Fall interessante Themen.

Ein anderes Fach ist Finanzwissenschaft. Hier dreht sich alles um das Thema "Öffentliche Güter", speziell den (internationalen) Umweltschutz.

Reizen tut mich auch das Fach "Angewandte Statistik und Methoden der empirischen Sozialforschung". Wenn auch eigentlich nur das Thema "Falsifikation und statistische Hypothesenprüfung".

Hin und her gerissen bin ich bzgl. Makroökonomik. "Das Seminarthema wird vorwiegend vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise behandelt." Das ist ein spannendes Thema, aber ich würde das eher aus dem Blick der Mikroökonomie denn der Makroökonomie angehen wollen.

Empirische Studien zum Mindestlohn

Die Studie "Minimum Wage Effects Across State Borders" könnte der Diskussion über Mindeslöhne in Deutschland neuen Auftrieb geben. Ich habe bisher nur die Zusammenfassung im Handelsblatt gelesen. Ebenso möchte ich in diesem Zusammenhang auch noch auf die Studie "Mindestlohneffekte des Entsendegesetzes? Eine Mikrodatenanalyse für die deutsche Bauwirtschaft" hinweisen, von der ich bisher ebenfalls nur die Zusammenfassung im Handelsblatt gelesen habe.