Direkt zum Hauptbereich

Lang lebe <hier Wunschname einfügen>

Ein Text über Menschen, die private Projekte durchführen, ohne dabei anderen gegenüber physische Gewalt anzuwenden. Entscheidungen und Strukturen sollen dezentralisiert werden. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Staatmonopolen (wie z.B. dem Geldmonopol) werden private Organisationen entgegengesetzt. Die Geschenkläden scheinen ein cleverer Angriff auf den Sozialstaat zu sein: Da ja kein Umsatz gemacht wird, fällt auch keine Umsatzsteuer an, oder? Müsste man mal untersuchen. Wenn dies der Fall ist und sich die Läden weiter ausbreiten, wird jener Staat wahrscheinlich bald "eingreifen" - zum Wohle der Gemeinschaft und zum Schutz vor diesen Steuerhinterziehern.

Bis dahin freuen sich Liberale, Libertäre, (Anarcho-)kapitalisten oder wie sich diese Marktradikalen alle nennen, über solche Initiativen: Mehr Privat, mehr dezentral, mehr Individuell, mehr freie Vereinbarungen, mehr Markt.

Etwas verwirrend ist, dass die ganzen Handlungen als "Kampf gegen den Kapitalismus" bezeichnet werden. Da bin ich aber pragmatisch. Über Definitionen braucht man nicht streiten (Es gibt keine richtigen oder falschen Definitionen). Ich versuche es wie David Friedman zu halten:

"Dein Eigentum ist das, dessen Benutzung Du kontrollierst. Wenn die meisten Dinge von Individuen kontrolliert werden, individuell oder in freiem Zusammenschluss, ist eine Gesellschaft kapitalistisch. Wenn diese Kontrolle ziemlich gleichmäßig über eine große Anzahl an Menschen verstreut ist, nährt sich die Gesellschaft vollkommenem freien Wettbewerb an - besser als unsere. Wenn ihre Mitglieder sie sozialistisch nennen, warum sollte ich mich dagegen sträuben?

Der Sozialismus ist tot. Lang lebe der Sozialismus."
David Friedman, "Das Räderwerk der Freiheit, S.125

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Utopie gesucht

In den 90er Jahren gab es meiner Meinung nach eine positive Zukunftssicht. Das sah man u.a. in der Serie Star Trek The next generation. Heute dagegen scheint es nur noch pessimistische Blicke auf die Zukunft zu geben. Auch die aktuellen Star Trek Serien stellen eine düsterere Welt dar. Dies könnte zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Gibt es in der aktuellen Popkultur noch Utopien?

Laissez-faire

Ich bin mit den Gender-Verboten, die gerade in einigen Bundesländern erlassen werden, nicht so glücklich. Zwar bin ich der Meinung, dass man die selbsternannte "geschlechtergerechte" oder "gendersensible" Sprache nicht nutzen sollte, da sie sexistisch und frauenverachtend ist; allerdings glaube ich, dass sie sich aus genau diesen Gründen nicht durchsetzen wird, wenn man den Menschen die Wahl lässt. Ich bin davon überzeugt, dass meine Argumente gegen die separierenden Sprache und für die vereinende Sprache nachhaltiger sind als Verbote. Verbote sehe ich hier als kontraproduktiv, da sie wahrscheinlich Widerstand hervorrufen und die Debatte eher verhärten, was ein Überzeugen durch Argumente unwahrscheinlicher macht. Außerdem schafft es einen Referenzfall, der den Gendergegnern auf die Füße fallen wird, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse ändern sollten. Denn - wie du mir mir, so ich dir - wird dann umgekehrt das gegnerische Maskulinum verboten. Genau aus diesem Grund ...

Key Art

Eine ausgediente PS/2-Tastatur und ein nicht benötigter Setzkastenrahmen: