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Posts mit dem Label "Theorie" werden angezeigt.

Testergebnis

Wie bereits geschrieben , hatte ich vorletzte Woche meine ISTQB-Schulung. Den Dienstag darauf trat ich zur Prüfung an und diesen Freitag bekam ich die Nachricht, dass ich bestanden hätte. Yippie! Jetzt bin ich also Tester. Wie vorher auch schon. Nur zertifiziert.

Beschäftigt

Ich habe die ganze Woche  ISTQB  Schulung. Deswegen gibt es heute nur diesen Platzhalter.

Wohngemeinschaft

Wenn man mit anderen in einer WG zusammenlebt, muss man Regeln finden, um miteinander auszukommen. Das betrifft vor allem die gemeinsam genutzten Räumlichkeiten wie Küche, Bad, Flur und weitere Gemeinschaftsräume. Hier stoßen oft unterschiedliche Reinlichkeits- und Eigentumsvorstellungen aufeinander. Im Gegensatz dazu ist man in seinem eigenen kleinen Zimmer in der persönlichen Enthaltung wesentlich freier. Aber auch hier muss man sich bei bestimmten Sachverhalten zurück nehmen. Hierzu dürfte vor allem der jeweilige Geräuschpegel aber auch evtl. Gerüche gehören. Und natürlich müssen die finanziellen Verpflichtungen geklärt, eingehalten und sanktioniert werden. Sei es die Miete oder die Kosten für gemeinsam genutztes Material (Putzmittel, Toilettenpapier, etc). Aber auch die besten ausformulierten Regeln werden Konflikte nicht ganz vermeiden können. Deswegen sollten vor allem auch Instrumente gefunden werden, um unvermeidliche Konflikte konstruktiv auszutragen. Bei all diesen ...

Bücherbuffet

Hier meine aktuelle Fachlektüre: "Effektives Arbeiten mit Legacy Code" von Michael C. Feathers Das Buch, welches ich momentan täglich aufschlage. Vor allem als Vorbereitung zu dem kommenden Code Retreat . Für Feathers ist Legacy Code produktiver Code, für den es keine Tests gibt. Entsprechend beschäftigt sich die Hälfte des Buchs mit der Frage, wie man Legacy Code unter Test stellen kann, bevor man ihn verändert. Dabei zeigt Feather pragmatische Auswege aus dem Dilemma, dass man erst refaktorisieren soll, wenn der Code getestet wird; zum Testen der Code aber erst refaktorisiert werden muss. "Clean Code" von Robert C. Martin Das Buch, welches man sich zu Herzen nehmen sollte, damit Feathers Buch in der Schublade bleiben kann. Benutze ich momentan eher als Nachschlagewerk. "Clean Architecture" von Robert C. Martin Das aktuelle Buch von Onkel Bob. Fokussiert nicht mehr (nur) auf den Code, sondern diskutiert die Beziehung der Komponenten de...

Ohne Wenn und Aber

Der Statistik nach scheint "Code Retreat: Keine If-Ausdrücke" der am häufigsten gelesene Artikel dieses Blogs zu sein (Wie geht das, bei nur zwei Lesern?). Dabei enthält der Artikel nur ein unsinniges Anti-Pattern und ist damit nicht sehr hilfreich. In diesem Artikel möchte ich deswegen etwas nützlichere Informationen geben. Ich wechsle dabei in den Beispielen zwischen C#- und Python-Code hin und her :-) Natürlich sind bedingte Verzweigungen (if, switch, ?-Operator) nicht an sich schlecht. Allerdings kann es Alternativen zu ihrer Verwendung geben, die den Code übersichtlicher und verständlicher machen. Ob das in einem konkreten Fall wirklich so ist, muss dann situativ entschieden werden. Fall 1: Desine decision vs. Runtime decision Einige Ifs können manchmal schon entfernt werden, weil sich herausstellt, dass die Fallunterscheidungsinformationen bereits zur Zeit der Programmierung und nicht erst zur Laufzeit zur Verfügung steht. Mit If: File Open ( string path,...

Activity sampling

Wenn ich in den letzten Jahren Schülerpraktikanten betreut habe, ließ ich diese immer einen "Activity Tracker" entwickeln. Damit sie in den anderthalb bis zwei Wochen einen wirklichen Einblick in den Arbeitsalltag bekommen, habe ich ihnen am Anfang immer eine Einführung in den Softwareentwicklungsprozess gegeben, den sie dann so auch nachvollziehen mussten: Analyse, Design, Implementierung, Test, Wartung - das klassische  Wasserfallmodell  eben (Softwareentwicklung ist nicht nur Programmierung). Ich hoffe, ich konnte ihnen auch das zu bearbeitende Problem so erläutern, dass sie die Motivation dahinter verstanden und damit die Aufgabenstellung als sinnvoll empfanden und nicht nur als Beschäftigungstherapie begriffen: Ich erklärte ihnen, dass wir oft mehrere Projekte parallel bearbeiten und auch innerhalb eines Projekts verschiedene Tätigkeiten ausführten (siehe die verschiedenen Phasen oben) und dass wir diese Tätigkeiten zur Nachverfolgung, der Kostenermittlung und für ...

Organspende

Zur Zeit ist die Widerspruchslösung für Organspenden in der Diskussion. Für Liberale ist die Gegnerschaft zu diesem Vorschlag logisch: Nur der Mensch selbst darf über seinen Körper bestimmen. Eine Organspendepflicht, auch wenn sie mit einer Ausstiegsmöglichkeit verbunden ist, würde die Beweispflicht verschieben. Statt dass, wie heute, der Nachweis erbracht werden muss, dass eine Einwilligung vorliegt, müsste bei einer Widerspruchslösung der Nachweis der Ablehnung erfolgen. Für sogenannte Libertäre geht die körperliche Autonomie sogar so weit, dass der Staat die Bürger weder zur Organabgabe verpflichten, noch sie vom Verkauf der eigenen Organe abhalten darf. Ein Horrorszenario für die meisten Menschen; würde dies doch letztlich dazu führen, dass die Armen zu Ersatzteillagern der Reichen würden. Eine Befürchtung, die ich teile. Jedoch steht diese Position aktuell auch nicht zur Debatte. Doch kehren wir zurück zur aktuellen Auseinandersetzung und der Position der Befürworter der...

Was wäre wenn?

Der Autor des Webcomics xkcd (spannend: Click and Drag ) beantwortet mit Hilfe der Naturwissenschaften auf what if? hypothetische Leserfragen. Eine Auswahl: What if there was a robot apocalypse? How long would humanity last? What if a glass of water was, all of a sudden, literally half empty? What if a rainstorm dropped all of its water in a single giant drop? If every person on Earth aimed a laser pointer at the Moon at the same time, would it change color? Is it possible to build a jetpack using downward firing machine guns? What if I took a swim in a typical spent nuclear fuel pool? Would I need to dive to actually experience a fatal amount of radiation? How long could I stay safely at the surface?

Geplante Obsoleszenz

Ich verstehe die Idee hinter dem Begriff der geplanten Obsoleszenz nicht ganz. Ihr zufolge baut ein Unternehmen gezielt Produkte, die nach kurzer Zeit kaputtgehen, damit der Kunde erneut bei diesem Unternehmen noch einmal das gleiche Produkt kauft. Es geht also nicht darum, einfach nur billige Produkte schlechter Qualität herzustellen, um einmalig und kurzfristig Gewinn einzufahren. Die Idee ist stattdessen, dass gezielt kurzlebige Produkte hergestellt werden - obwohl bei gleichen Kosten auch langlebige Produkte möglich wären - damit der Kunde erneut dieses Produkt kauft und somit langfristig den Absatz sichert. Wenn die Kunden sich wirklich so verhalten, dann würde ich als Unternehmen das auch machen, denn dann scheint es das zu sein, was die Kunden wollen: Produkte die schnell kaputtgehen. Seiten wie MURKS? NEIN DANKE! vermitteln jedoch ein anderes Verbraucherbild. Verbraucher aber, die eher lange Produktlebensdauern schätzen, würden der Idee der geplanten Obsoleszenz zuwiderl...

Wie würden Sie entscheiden?

1. Fall: Zwei Personen entwickeln eine Produktidee mit der sie nach zwei Jahren Produkterstellung einen einmaligen Umsatz von einer Million machen. Sie arbeiten beide gleichermaßen an der Erstellung des Produkts. Wie sollten die Einnahmen aufgeteilt werden? 2. Fall: Die Produktidee hatte nur eine der beiden. Sie holt sich die zweite Person mit ins Boot, da nur beide zusammen das Produkt bauen können. Wie sollten die Einnahmen jetzt aufgeteilt werden? 3. Fall: Eine der beiden möchte ihre Einnahmen nicht erst in zwei Jahren in einem Packet haben, sondern bereits jeden Monat der zwei Jahre eine feste Auszahlung bekommen. Wie hoch sollte diese Auszahlung sein? 4. Fall: Fall 3 mit der Änderung, dass nun die Einnahme in zwei Jahren nicht mehr sicher ist. Der Kunde kann das erstellte Produkt abnehmen, oder auch nicht. Wie hoch sollten die monatlichen Auszahlungen an die eine Person nun sein? 5. Fall: Ein Großteil der Zeit wird nur von einer der beiden an dem Produkt gearbeitet. Die andere Pe...

Kleinigkeiten

Dieser Blog ist momentan ziemlich verwaist. Ein paar Kleinigkeiten nehmen mich zur Zeit stärker in Anspruch. Eine solche Kleinigkeit ist meine Bachelorarbeit, die ich bis spätestens 12. Februar abgegeben haben muss. Allerdings komme ich da überhaupt nicht voran, weswegen ich jetzt mal wieder einen Eintrag schreibe. Am 13. Februar kann ich dann hier berichten, wie ich durchgefallen bin. Bis dahin kann ich ja mal kurz das Thema vorstellen. Es geht um den Einfluss der Identiät eines Menschen auf dessen wirtschaftliche Entscheidungen und auf die Entscheidungen anderer. Diese allgemeine Theorie versuche ich auf eine konkrete Studie in einem indischen Call-Center anzuwenden. Es gilt die Frage zu beantworten, wie die nationale Identität, die Berufsidentität und die Indentifizierung mit der Organisation die Kündigungsbereitschaft der Mitarbeiter beeinflussen. Dabei muss auch der Zusammenhang mit der Arbeitsleistung beachtet werden. Insbesonders die Varianz der Leistung scheint den jeweili...

Wer macht' s?

Hier jetzt mal ein Gedanke zum - Überraschung - Schreiben von Anforderungen. Da schwanke ich hin und her zwischen Pragmatismus ("Sieh‘ s nicht so streng. Der Leser weiß schon was gemeint ist.") und erkenntnistheoretischen Dogmatismus ("Die Anforderungen muss vollständig, konsistent und für jeden unmissverständlich sein. Definieren wir deswegen als erstes, was ein 'Mensch' ist!"). Ein Schlachtfeld in diesem Krieg (zwischen mir und meiner Wenigkeit) ist die Formulierung von Nutzeraktivitäten. Da liest (und schreibt) man z.B. "Das Programm muss dem Nutzer die Möglichkeit bieten, eine Datei zu öffnen." oder "Falls der Nutzer ein neues Objekt angelegt hat, muss das Programm eine Meldung ausgeben." Doch eigentlich verständlich, oder? Ja, aber dennoch falsch! Denn nicht der Nutzer öffnet die Datei, sondern das Programm. Der Nutzer wählt die Datei aus und gibt dem Programm den Auftrag, sie zu öffnen. Und auch das Objekt wird nicht vom Nutzer a...

Rationalisierung und Monopoly

Ein Freund schickte mir vorgestern eine Mail mit einigen Fragen, die ich doch in meinem Blog beantworten könne. Ich versuche es hiermit einmal. "[...] man hört ja Sachsen. Foxcon kauft Industrieroboter. Sie sind jetzt schon billiger als chinesische Wanderarbeiter. An der Supermarktkasse kann ich selber meine Einkäufe scannen. Kein Angestellter kümmert sich um mich. Die Maschnine ist billiger. Da ist das Gerede von zwei Möglichkeiten, einer noch größeren Schere zwischen Arm und Reich, weil die Armen keinen Job finden. Und dann das neue Athen, wo Maschinen unsere Sklaven sind, und wir müßig in der Sonne sitzen und philosophieren können. Zweiteres klingt ein bischen nach Kommunismus, denn irgendjemand muss die Reichtümer umverteilen. Wir sind ja eben doch geizig. Damit ist die Schere der plausiblere Weg." "[...] Wenn nur noch die Besitzer der mächtigen Maschinen Geld bekommen, weil sie alle Arbeitskraft inne haben, wo ist dann der Markt? Das Heer der (z.T. unfreiw...

Sanktionen

Der Lehrstuhl, bei dem ich meine Bachelorarbeit schreiben will, schlug mir vor mich mit Sanktionen aus ökonomischer Sicht zu beschäftigen. Als Einstiegsliteratur wurde mir der Artikel "Are Sanctions Effective? A Game-Theoretic Analysis" von George Tsebelis zur Verfügung gestellt. Der Artikel Tsebelis geht den Fragen nach, wie effektiv Sanktionen von Staaten gegen andere Staaten sind, was die Gründe für eine niedrige Effektivität sind, was die theoretisch optimale "Sanktionsmenge" auf der einen bzw. "Kooperationsmenge" auf der anderen Seite ist, und von welchen Faktoren diese optimalen Mengen abhängen. Hierfür betrachtet er sechs Szenarien in einem Spiel mit einem Sanktionssender und einem Sanktionsempfänger und variiert verschiedene Modellparameter, wie z.B. das den Spielern zur Verfügung stehende Wissen, die Reihenfolge ihrer Entscheidungen oder die Skalierbarkeit ihrer Mengenwahl. Er kommt zu dem Schluss, dass die jeweils optimalen Mengen una...