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Endlich gefunden

Dieses Lied habe ich jahrelang gesucht. Ich bin der Meinung, dass es Ende der 80er Jahre auf irgendeinem Fernsehsender (DDR oder Westrundfunk) oft als Hinterlegung bei den damals noch vorkommenden Warte- oder Überbrückungsbildern verwendet wurde. Ich hatte die Melodie immer Mal wieder im Kopf. Aber auch jene Software, die den Titel zu einer vorgesummten Melodie liefern, gaben mir keine Antwort. Dann, vor etwa ein oder zwei Jahren, lief das Stück während einer Autofahrt im Radio. Der Sender übertrug auch den Titel und Künstler, aber das Radio zeigte nicht den vollständigen Text an. So lass ich nur "wonder". Immer Mal wieder seit dem habe ich danach gesucht: "Wonder world", "wonder land", "wind of wonder". Keinen Erfolg. Dann vor wenigen Monaten probierte ich "wonderful land". Bingo! Als ich es meiner Frau vorspielte, meinte sie nur, "Mike Oldfield? Ich glaube, das habe ich auf CD."

Fehlende Bezugsgrößen

Was mich inzwischen echt auf die Palme bringt, ist, wenn mir in journalistische Beiträgen freifliegende Zahlen vor den Latz geknallt werden, ohne eine Bezugsgrößen zu erwähnen. Da könnte ich jedesmal ins Lenkrad beißen . Ich möchte dies an zwei Beispielen veranschaulichen. Teure Zahnspangen Am 6. Januar brachte der Deutschlandfunk die Meldung, dass die gesetzlichen Krankenkassen auf belastbare Studien dringen, "um die aufgeworfenen Fragen nach dem Nutzen von Zahnspangen und kieferorthopädischen Maßnahmen zu klären." Eine Meldung, die mich jetzt nicht sonderlich bewegt hätte, bis folgende Aussage kam: Eine Sprecherin des GKV-Spitzenverbands sagte der „Welt am Sonntag“, solche Behandlungen kosteten die Beitragszahler jedes Jahr rund eine Milliarde Euro. Was soll ich bitte schön mit dieser Information anfangen? Welche Absicht steckt dahinter, wenn man mir so eine Zahl hin wirft? Was würde unser Kind bezwecken, wenn es aus der Schule käme und uns sagen würde ...

Medienkonsum auf dem Arbeitsweg

Wenn ich morgens wie geplant loskomme, schaffe ich es noch die Presseschau im Deutschlandfunk zu hören, bevor das mittlere Kind darauf besteht, zum hundertsiebenundzwanzigsten Mal das selbe Hörspiel zu konsumieren. Nachdem ich die Kinder dann in der Kindertagesstätte abgeliefert habe, kann ich auf dem Weg zur Arbeit noch 10 Minuten dem Campusradio l'unico der Uni Paderborn lauschen. Auf dem Nachhauseweg das gleiche dann rückwärts: 10 Minuten l'unico und dann eine halbe Stunde Hörspiel. Eigene Musik-CDs kann ich ganz vergessen. l'unico erlaubt mir ein bisschen vom Studentenleben mitzubekommen. Letztens fand z.b. eine Veranstaltung mit dem Namen "Kochkarussell' statt, bei der - wenn ich es richtig verstanden habe - jeweils eine Zweier-WG einen Gang eines Drei-Gänge-Menüs zubereitet und diesen dann vier Gästen aus zwei anderen WGs kredenzt. Danach zieht die WG dann zu zwei anderen WGs weiter (oder war dort schon), um die anderen Gänge zu genießen. Das ganze...