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Seminarthema

Letzten Montag habe ich nun das Thema für das Seminar "Verhaltensökonomik" bekommen, welches ich bis Dezember bearbeitet haben muss: "Auswirkungen von Anreizgehältern auf die intrinsische Motivation"

Es geht dabei um die Beobachtung, dass Menschen, die bisher ein fixes Gehalt bezogen haben, ihre Arbeitsleistung verringern, wenn ihnen zusätzlich ein leistungsabhängiger Bonus gezahlt wird. Bezeichnet wird dieser Effekt als "Motivation Crowding Out", also etwa "Motivationsverdrängung".

Interessanter wird das Thema, wenn man es aus der reinen Arbeitswelt herausholt und z.B. auf Felder wie die Open Source Entwicklung bezieht, wo die Beteiligung an Projekten zurückgegangen sein soll oder auf Blutspenden, wo die Spendenbereitschaft abgenommen haben soll, sobald man jeweils ein Bezahlung anbot.

Kommentare

  1. Das Phänomen kann ich mir erklären, speziell bei Zielen, auf die man keinen direkten Einfluss hat. Wenn z.B. ein Softwareentwickler eine Zielvereinbarung zum Gesamtumsatz des Unternehmens hat, dann ist er recht hilflos, da er nur sehr entfernt dieses Ziel beeinflussen kann.

    Na bin gespannt, was rauskommt. Vielleicht kannst du die Arbeit mir hinterher schicken.

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  2. Wenn man erst ins überlegen kommt, wieviel man für eine Arbeit pro Stunde erhält, dann ist das oft deprimierend.

    Bei Arbeit zu einem fixen Gehalt oder bei privatem Open Source gecode tritt die Entlohnung so weit in den Hintergrund, dass ich an die Inhalte des Projekts denke. Bekomme ich für Open Source eine Bezahlung, drifte ich in Gedanken zur Kommerzialisierung ab. Dem inhaltlichen Projektfortschritt hilft das nichts.
    Und bekomme ich einen leistungsabhängigen Anteil, suche ich für mich das Optimum zwischen Aufwand und Nutzen. Dass es vorher ein Bonus war, ist dann schon wieder vergessen.

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