Mittwoch, 9. Mai 2012

Sozialingenieurtum II: Freigeld


Hach, wie einen die alten Ideen wieder einholen: Zuerst wollte ich einen Artikel über eine alternative Freigeldlösung schreiben. Bei der Suche nach dem entsprechenden Aufhänger, habe ich dann gesehen, dass diese Idee so schon von anderen Ökonomen diskutiert wird. Gesell ist also in der Krise bekannter geworden. Dennoch möchte ich hier meine Überlegungen ausführen.

Nach der österreichischen Schule der Ökonomie ist die Kreditschöpfung der Geschäftsbanken maßgeblich für die Entstehung eines Boom-and-Bust-Zyklus verantwortlich. Die moderne Makroökonomie sieht die Inflation jedoch als eine Methode das Geld am Umlaufen zu halten und so wiederum Rezessionen zu verhindern.
Wieso also nicht eine Methode entwickeln, die den Geldumlauf aufrechterhält, aber nicht auf Inflation über Kreditschöpfung angewiesen ist?

Hier nun mein Vorschlag einer etwas eleganteren Variante:
  1. Prüfen, ob die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes objektiv gemessen werden kann.
  2. Wenn ja, dann ein Gesetz machen: Wenn die Umlaufgeschwindigkeit 3 Wochen hintereinander unter dem Wert X liegt, wird die aktuell umlaufende Geldmenge widerrufen. Die alten Geldscheine und Münzen können bei der Zentralbank gegen neue getauscht werden, jedoch mit einen Abschlag von 10 %. Zentralbankguthaben wird ebenfalls um 10 % vermindert.
  3. In den wöchentlichen Nachrichten wird die aktuelle Umlaufgeschwindigkeit bekanntgegeben, mit der kurzen Erwähnung dieses Gesetzes.

Ich möchte vermuten mal, dass so der Umlauf des Geldes oberhalb eines bestimmten Niveaus gehalten werden kann, ohne dass dieses Gesetz je angewendet werden muss. Und wir hätten die negativen Effekte der Inflation nicht.

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