Direkt zum Hauptbereich

Robinson

Als ich nach Wochen des Home-Office wieder zu meiner regulären Arbeitsstelle zurückkehrte, kam ich endlich auch wieder zu meinen wochentäglichen Mittagsspaziergängen.

Diese führen, wie bereits in einem anderen Beitrag angesprochen, an einem Bachlauf vorbei.

Diesmal viel mir ein Trampelpfad auf, der von der Straße wegführte.


Nun stand ich vor der Wahl, meinen gewohnten Gang fortzusetzen, um erholt zu meinem Arbeitsplatz zurückzukehren, oder meine knappe Zeit zu opfern, um mich durch Brennnesseln und Dornen zu kämpfen, um am Ende einen vermüllten Angelplatz zu finden.


Seit ich mir selbst auferlegt habe, einen regelmäßigen Blog zu führen, entscheide ich mich öfters für letzteres. Nicht dass ich erwartete, über eine spannende Junglesafari, mit auflauernden Krokodilen (in Westfalen eher selten) und wilden Eingeborenenstämmen (in Westfalen alltäglich) zu berichten. Aber jede Abweichung vom normalen Trott hat Nachrichtenwert; auch wenn ich dann nur über Müllprobleme sprechen kann.


Mit den Brennnessel behielt ich Recht, jedoch blieb ich meiner langen Hosen wegen unbeeindruckt. Vorbei an Bäumen, führte mich mein Weg zum Ufer, des an dieser Stelle noch von der Straße etwas weiter weg liegenden Gewässers.


Dort stieß ich auf einen entwurzelt und umgekippt Baum, der so eine Brücke zu einer kleinen Insel bildete. Und auf dieser Insel fand ich einen kleinen gebauten Unterstand (mit Dachterrasse) und Inneneinrichtung.



Selbst ein Gießkanne (oben auf der Baumwurzel) stand für das angelegte Beet (ganz rechts) bereit.

Angetroffen habe ich niemanden. Wer hat das gebaut? Kinder? Ein Obdachloser? Wilde westfälische Eingeborene?

Die Abweichung vom alltäglichen hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Utopie gesucht

In den 90er Jahren gab es meiner Meinung nach eine positive Zukunftssicht. Das sah man u.a. in der Serie Star Trek The next generation. Heute dagegen scheint es nur noch pessimistische Blicke auf die Zukunft zu geben. Auch die aktuellen Star Trek Serien stellen eine düsterere Welt dar. Dies könnte zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Gibt es in der aktuellen Popkultur noch Utopien?

Avatar - mit Glatze bitte!

Vor einigen Monaten kamen zwei neue Mitarbeiter in unser Team. Da einer von ihnen auch Martin hieß, führte das oft zu Verwechslungen und der Nachfrage „welcher jetzt?“ – vor allem in der Remote-Kommunikation. Beschreibungen wie „der zweite Martin“ oder „der andere Martin“ hielt ich für unpassend. Also schlug ich vor, dass ich von nun an einfach einen anderen Rufnamen erhalte und wählte: „Guybrush“. Damit das auch immer präsent ist, ersetzte ich auch mein Profilbild an allen mir möglichen Orten durch ein Pixelbild von Gybrush aus Monkey Island 2 : Wie erwartet, setzte sich das sehr schnell durch. Vor einigen Tagen wollte ich dieses Bild jedoch durch eine etwas auflösungsstärkere Variante ersetzen. Die gefundenen Bilder machten jedoch sehr deutlich, dass es doch erheblich an Ähnlichkeit mangelte. Vor allem die Haare entsprachen so gar nicht meiner Frisur. Also beschloss ich, dass dies doch mal ein guter Einsatz für einen AI-Bildgenerator wäre. Die zwei mit denen ich bisher gearbeitet h...

Verloren

Manchmal macht man dumme Sachen. Letzten Freitag war ich wieder beim Sport, zusammen mit dem jüngsten Kind, das gerne einmal Parkour ausprobieren wollte. Wir kamen an und ich zog mich um. Mein Kind hatte seine Sportsachen bereits an, was mir etwas missfiel da die Temperatur, meiner Meinung nach, noch nicht für eine kurze Trainingshose geeignet schien. Nachdem wir uns in der Gruppe warm gemacht hatten, war mir auch wirklich warm und auch ich entschied mich, meine lange Hose gegen eine kurze zu tauchen, was das jüngste Kind mit einer entsprechenden ich-hab's-dir-doch-gesagt Bemerkung kommentierte. Allerdings musste es selbst zur langen Hose wechseln, da seine kurze zu groß war und deshalb rutschte. Selbstverständlich garniert mit einem gut-das-der-Papa-dran-gedacht-hat Satz. Damit stürzen wir uns also ins Vergnügen, sowie über Kästen, auf Türme, gegen Wände, in Matten und über Stangen. Da ich jedoch ankündigte, dass ich das Kind nicht jedesmal mitnehmen werde, da ich selbst sonst nic...