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Erste Tanzstunde

Sonntagabend kam ich nicht mehr dazu einen Blogbeitrag zu schreiben, da meine Frau und ich zu der Zeit unsere erste Tanzstunde hatten. Also nicht die erste Tanzstunde überhaupt, sondern die erste Tanzstunde seit 15 Jahren.

Damals haben wir etwas zwei Jahre regelmäßig getanzt. Es war ein kleiner Tanzkreis mit insgesamt vier oder fünf Paaren. Die Tanzschule war auch nicht vor Ort, sondern die Tanzlehrerin reiste immer aus Paderborn an und wie trafen uns in einer dafür reservierten Gaststätte. Das hatte viel Spaß gemacht und wir waren eine nette kleine Gemeinschaft. Dann bekam das erste Paar ein Kind und hörte auf, dann bekamen wir unser erstes Kind und hörten auf und dann hatte sich der Unterricht für die verbleibenden Paare nicht mehr gerechnet.

Gestern nun aber starteten wir neu in einer Tanzschule hier am Ort und etwa zwanzig Pärchen. Und die erste Stunde hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Didaktik. Schon vor 17 Jahren war der Unterricht sehr locker und hat Spaß gemacht, aber die aktuelle Methodik kann meiner Meinung nach auch Jugendliche und Kinder begeistern. Das ist um Welten besser als der Unterrichtsstil, den wir im Alter von 14 Jahren erleben durften. Da sah man einer Tanzstunde eher ängstlich entgegen, weil man dort vom Tanzlehrer bei einem Fehler angeblafft wurde.

Es hat auch geklappt, dass die Kinder an dem Abend unter nicht elterlichen Aufsicht ins Bett gebracht wurden. Sieht also sehr vielversprechend aus.

Wie jetzt schon erwähnt, ist das nicht mein erster Tanzschulenbesuch. Allerdings war auch der Tanzunterricht im Rahmen der Jugendweihe nicht meine erste Erfahrung damit. Ich hatte mit 9 Jahren bereits eine Tanzschule besucht, dort aber eben als Tanzsport und nach dem ersten erfolglosen Wettkampf aufgehört. Nein, für mich muss das einfach nur zum Spaß sein.

Zu dieser Zeit wurde mit dem folgenden Lied und Video auch der Lambada populär, den ich gerne lernen wollte. Das war vielleicht der Grund, warum ich mit dem Unterricht damals anfing. Aber heute macht es Spaß.


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