In die letzte Woche startete ich frisch rasiert und bartlos - nach mehr als zwanzig Jahren. Ich hatte sozusagen "den Riker gemacht", aber im Gegensatz zu ihm blieben bei mir jegliche Reaktionen aus. Keine überraschten Blicke oder Kommentare.
Ich hätte mir vorher vielleicht einen Vollbart wachsen lassen sollen, dann wäre der Unterschied markanter gewesen.
Auf Arbeit setzte ich für das neue Produkt einen ersten Code-Stub auf, um damit dann die Build- und Test-Pipeline in Betrieb nehmen zu können. Dabei nutzte ich schon einmal die neue Architektur, an der ich bis jetzt nichts auszusetzen habe. Okay, ich habe anfangs ziemlich mit der Dokumentation gerungen, weil diese immer noch im Fluss ist; aber das Konzept scheint keine unnötigen Abstraktionen und Indirektionen zu haben. Sieht vielversprechend aus.
Am Freitagabend gab mir die Familie dann frei, damit ich einen Parkour-Kurs besuchen konnte. Ich solle doch nur bitte von einem Krankenhausbesuch absehen.
Ich bekam eine Einführung und begann mit dem Grundlagen: landen, abrollen, verschiedene Sprünge über ein Hindernis, hochziehen an einer Wand. Auch einen Frontflip versuchte ich, muss aber noch an der Landung üben.
Nach den zwei Stunden Training spürte ich in Beinen und Schultern, dass ich diese doch mehr belastet hatte als bisher üblich und ich fürchtete schon einen schmerzhaften Muskelkater am nächsten Tag. Dieser blieb jedoch überraschenderweise aus. Ganz so untrainiert scheine ich also nicht zu sein - oder ich habe mich nicht genug angestrengt.
In den 90er Jahren gab es meiner Meinung nach eine positive Zukunftssicht. Das sah man u.a. in der Serie Star Trek The next generation. Heute dagegen scheint es nur noch pessimistische Blicke auf die Zukunft zu geben. Auch die aktuellen Star Trek Serien stellen eine düsterere Welt dar. Dies könnte zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Gibt es in der aktuellen Popkultur noch Utopien?
Kommentare
Kommentar veröffentlichen