Unter einen Artikel, der versucht die separierende Sprache zu rechtfertigen (ihr wisst schon: "Die Schülerinne und Schüler sollen zusammen mit den LehrerInnen, die Bürger*innen unterstützen") habe ich den folgenden Kommentar geschrieben: Es gibt, denke ich, mehrere Gründe für diese separierende Sprache. Da haben wir zum einen den Alibi-Feminismus: Der Verwender möchte nicht wirklich die neuen Geschlechterrollen leben, will nach Außen aber trotzdem irgendwie progressiv wirken. Also verwendet er die separierende Sprache als Signal, um eine Ausrede für seinen konservativen Lebensstiel zu haben: "Aber ich schreibe doch voll gleichberechtigt!" Zum anderen soll Menschen, die Probleme mit der (Schrift-)Sprache haben (Menschen mit einer schweren Lese- und Rechtschreibschwäche, Menschen mit einer geistigen Behinderung und Menschen, die Deutsch als Fremdsprache sprechen), das Verständnis weiter erschwert werden, um sie weiter auszuschließen. Die separierende Sprache soll hier...