Mittwoch, 28. Juli 2010

Hoffnung für das Internet, Teil 2

Muss bald, wer im Internet veröffentlichen will eine staatliche Lizenz beantragen?
Was wären die Kriterien?
Müssten entsprechende Qualifikationen nachgewiesen werden?
Müsste ein bestimmter Studienabschluss erlangt werden?

Juristische Beratung, steuerberatliche Unterstützung, ärztliche Behandlung dürfen schließlich auch heute schon nur bei staatlich zertifizierter Erlaubnis durchgeführt werden. Dies diene dem Schutz der Verbraucher (Nutzer).
Ist ein solcher Schutz nicht auch im Internet von Nöten?

So viele Falschinformationen, so viele Lügen, so viele Schadprogramme, soviel Werbung, soviel terroristische Kommunikation. Und überhaupt: Kinderpornos, Rechtsextremismus, Killerspiele.
Nur ein Unmensch, der dies unkontrolliert auf die schutzlosen Bürger loslassen will.
Eine Behörde, die Zulassungen erteilt und wieder aberkennen kann. Was ist daran falsch? Funktioniert doch auch in den obigen Fällen.

Wir werden nur hochqualitativen Journalismus zu sehen bekommen, niemandes Würde verletzende Inhalte, keine Urheberrechtsverstöße, keine Gewalt, kein Sex, keine Werbung, keine gefährlichen Programme.
Dann braucht man seine Kommunikation auch nicht mehr verschlüsseln, da unser Staat die Gefahren durch die von den profitorientierten Privaten betriebene Datensammelwut dann unter Kontrolle hat.
Außerdem ist es einsichtig, dass verschlüsselte Inhalte wieder Gefahren bergen, da sie ja nicht überprüft werden können.

Warum sollte es anders kommen?

Die Argumente haben doch auch in anderen Bereichen funktioniert.

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