Manchmal macht man dumme Sachen. Letzten Freitag war ich wieder beim Sport, zusammen mit dem jüngsten Kind, das gerne einmal Parkour ausprobieren wollte. Wir kamen an und ich zog mich um. Mein Kind hatte seine Sportsachen bereits an, was mir etwas missfiel da die Temperatur, meiner Meinung nach, noch nicht für eine kurze Trainingshose geeignet schien. Nachdem wir uns in der Gruppe warm gemacht hatten, war mir auch wirklich warm und auch ich entschied mich, meine lange Hose gegen eine kurze zu tauchen, was das jüngste Kind mit einer entsprechenden ich-hab's-dir-doch-gesagt Bemerkung kommentierte. Allerdings musste es selbst zur langen Hose wechseln, da seine kurze zu groß war und deshalb rutschte. Selbstverständlich garniert mit einem gut-das-der-Papa-dran-gedacht-hat Satz. Damit stürzen wir uns also ins Vergnügen, sowie über Kästen, auf Türme, gegen Wände, in Matten und über Stangen. Da ich jedoch ankündigte, dass ich das Kind nicht jedesmal mitnehmen werde, da ich selbst sonst nic...
Also ich weiß nicht so recht. Ich könnte mich aus vielerlei Dingen heraus diskriminiert fühlen. Etwa, dass ich als Krankenpfleger in einem Frauenberuf arbeite und damit bewusst auf viel Geld verzichte, im Gegensatz zu vielen Gleichgeschlechtern, obwohl ich einen guten Schulabschluss habe. Oder dass ich als Spätwachser sehr lange nicht für voll genommen wurde. Oder dass ich jetzt im mittleren Alter mit Brille und Glatze aus einem gesellschaftlichen Ablelism heraus als unattraktiv gelte und als Schauspieler nur merkwürdige Rollen angeboten bekommen würde. Oder dass wenn ich mit 7 Kindern und Hund spazierend, wenn auch nur ein Kind weint, als asozial gelte. Oder dass eine stille Meinung innerhalb der Leistungsgesellschaft verbreitet ist, die aussagt, ob denn heutzutage noch ein Kind mit Down-Syndrom sein muss. Mit all diesen Dingen kann ich gut leben. Aber am aller wenigsten fühle ich persönlich mich diskriminiert, dass ich ein Mann bin. Aus meiner individuellen Sicht heraus gibt es da durchaus andere Probleme.
AntwortenLöschenIch denke, dass Dir viele, sowohl Frauen als auch Männer, zustimmen werden bei der Aussage, dass sie in ihrem Leben noch nicht wegen ihres Geschlechts Nachteile erlitten hätten.
AntwortenLöschenAber nur, weil ich selbst nicht von einem Problem betroffen bin, heißt das ja nicht, dass ich die Augen vor den Menschen verschließen muss, die doch darunter leiden.
Das betrifft natürlich vor allem Regionen auf der Welt, in denen Gleichberechtigung noch nicht einmal als Ideal anerkannt ist. Aber es betrifft, wenn auch nur in geringerem Maße, auch westliche Länder.
Vor allem möchte ich, dass meine Kinder nicht von so etwas betroffen sind. Leider musste ich schon sowohl dem Sohn sagen, dass der Selbstverteidigungskurs nur für Mädchen angeboten wird und der Tochter, dass der Fußballverein nur Jugend nimmt. Und sowas macht mich wütend.
Und wenn in der Bücherei nur die Gewalt-Hilfsnummer für Frauen hängt, dann hänge ich da eben noch die Gewalt-Hilfsnummer für Männer daneben. Und wenn in der Zeitung, im Fernsehen oder auf Plakaten nur Probleme von Mädchen und Frauen thematisiert werden - von denen nicht alle betroffen sind -, dann nutze ich meinen Blog, um auch Probleme von Jugend und Männern zu thematisieren - von denen auch nicht alle betroffen sind.
Damit rechne ich nicht auf oder leugne die einen. Ich ergänze nur die Aufzählung für diejenigen, die davon vielleicht noch nichts gewusst haben.
Finde ich gut.
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