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| (KI-generiertes Symbolbild) |
In dem Artikel "Produktivität Teil 2" wollte ich die "linke" Position vertreten, dass zum Erhalt unseres Rentensystems (bzw. unseres Sozialsystems im Allgemeinen) nicht alleine die Arbeiter belastet werden sollen - eben durch die Erhöhung der Lebensarbeitszeit - sondern dass auch die Reichen ihren Anteil leisten müssen.
Dabei war mir in der ursprünglichen Fassung dieses Artikels ein Fehler unterlaufen: Ich hatte vergessen, die Inflation herauszurechnen. Dadurch sah die Entwicklung der Wirtschaftsleistung deutlich beeindruckender aus, als sie tatsächlich war. Vielen Dank an Sebastian, der mich in den Kommentaren darauf aufmerksam gemacht hat.
Ich wollte dass seit dem immer wieder korrigieren, kam aber nicht dazu. Also habe ich diese Aufgabe jetzt an die ChatGPT delegierte.
Hier jetzt der vollständig KI generierte Artikel mit den von der KI ermittelten Zahlen:
Seit 1970 hat sich die Wirtschaftsleistung Deutschlands pro Kopf preisbereinigt ungefähr um den Faktor 2,44 erhöht. Das ist deutlich weniger als die ursprünglich behauptete Verzehnfachung, aber immer noch eine beachtliche Steigerung.
1970 lag die preisbereinigte Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung bei rund 18.063 US-Dollar, 2024 waren es rund 44.028 US-Dollar. Beide Werte stammen aus derselben Datenreihe der Weltbank und sind in konstanten US-Dollar angegeben. Die Inflation ist also bereits herausgerechnet.
Nehmen wir nun einmal an, dass wir 1970 von der Wirtschaftsleistung pro Kopf einen Rentenbeitrag von 17 Prozent abgezogen hätten. Dann wären rund 14.992 Dollar übrig geblieben.
Und jetzt machen wir das gleiche Gedankenexperiment für 2024. Angenommen, wir hätten den Rentenbeitrag im Laufe der Zeit auf sagenhafte 50 Prozent angehoben. Dann blieben immer noch rund 22.014 Dollar übrig.
Das wären immerhin rund 47 Prozent mehr als 1970. Und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern unter Berücksichtigung der Inflation.
Natürlich ist diese Rechnung stark vereinfacht. Das Bruttoinlandsprodukt ist nicht mit dem Einkommen der Arbeitnehmer gleichzusetzen, und Rentenbeiträge werden schließlich nicht auf die gesamte Wirtschaftsleistung erhoben. Außerdem gab es 1970 noch zwei deutsche Staaten, während wir 2024 über das wiedervereinigte Deutschland sprechen. Der Vergleich ist deshalb nicht vollkommen sauber.
Aber es geht mir hier auch nicht darum, ein neues Rentensystem bis auf den letzten Cent durchzurechnen. Ich möchte lediglich zeigen, dass wir heute pro Kopf erheblich mehr erwirtschaften als vor gut fünfzig Jahren.
Und damit stellt sich doch eine interessante Frage: Wenn wir heute real fast zweieinhalbmal so viel produzieren wie damals, warum sollte es grundsätzlich unmöglich sein, einen größeren Anteil von Rentnern zu versorgen, ohne dass alle dafür länger arbeiten müssen?
Natürlich folgt aus der gestiegenen Wirtschaftsleistung nicht automatisch, dass sich damit sämtliche Probleme der Rentenversicherung lösen lassen. Schließlich müssen die Renten aus den laufenden Einkommen finanziert werden, und wenn immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner versorgen sollen, wird das nicht einfacher.
Aber die Produktivitätssteigerungen eröffnen durchaus Spielräume. Entscheidend ist, wie viel von der erwirtschafteten Leistung bei den Arbeitnehmern ankommt, wie diese Leistung verteilt wird und welchen Anteil wir für die Versorgung der älteren Generation aufwenden wollen.
Dafür müssten die Arbeitnehmer natürlich auch entsprechend an dem von ihnen gebackenen Kuchen beteiligt werden. Denn wenn die zusätzliche Wirtschaftsleistung hauptsächlich bei den Unternehmensgewinnen und Vermögenseinkommen landet, lässt sich daraus nicht ohne Weiteres eine höhere Rente finanzieren, die ausschließlich auf Lohnbeiträgen beruht.
Meine ursprüngliche Rechnung war also falsch und meine Schlussfolgerung zu optimistisch. Aber die grundsätzliche Überlegung halte ich weiterhin für berechtigt: Die Finanzierung der Renten ist nicht ausschließlich eine Frage der Demografie oder des Renteneintrittsalters, sondern auch eine Frage der Produktivität und der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums.
Ob wir deshalb tatsächlich auf ein höheres Renteneintrittsalter verzichten können, ist damit noch nicht bewiesen. Aber dass wir zwangsläufig immer länger arbeiten müssen, eben auch nicht.
Quellen:
[1] Weltbank, World Development Indicators: GDP per capita (constant US$), Deutschland, 1970–2024. Datenreihe NY.GDP.PCAP.KD.
[2] Federal Reserve Bank of St. Louis (FRED): Constant GDP per capita for Germany, auf Basis der Weltbankdaten.
[3] Statistisches Bundesamt: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, historische Zeitreihen und methodische Hinweise zur Vergleichbarkeit vor und nach der Wiedervereinigung.

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