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Amerika, du hast es besser

Mit diesem seinen Ceterum Censeo schließt Zettel einige seiner Texte über Amerika, wie zum Beispiel jenen über Harvard oder über "das amerikanische Paradox" . Damit soll bei weitem nicht behauptet werden, dass in den Vereinigten Staaten das Paradies auf Erden existiert, aber da - zumindest aus meiner Sicht - Amerika sehr oft als die Hölle auf Erden dargestellt wird, kann die Präsentation anders lautender Darstellungen ruhig entsprechend optimistisch enden. Gang besonders möchte ich auf den Blog von Scot Stevenson aufmerksam machen (wenn das überhaupt noch notwendig ist). Ob er über Popcorn, American Football oder die amerikanische Verfassung schreibt; stets lerne ich Neues und bisher Unbekanntes. So gut wie alle seiner Artikel könnte ich empfehlen, schlage aber dem geneigten Leser den Einstieg über die "fünf wichtigsten (und hoffentlich besten) Einträge" und seine Themenliste vor. Sehr oft dachte ich beim Lesen seiner Beiträge: "Amerika, du hast es besser....

Der Kapitalismus und die Historiker

Weitere Quellen zum Thema : "Capitalism and the Historians" ( Google-Books ) ( Amazon ) herausgegeben von F. A. Hayek , speziell die Essays von T. S. Ashton . Eine Zusammenfassung findet man hier . Und die Arbeiten von Wilhelm Abel , z.B."Massenarmut und Hungerkrisen im vorindustriellen Europa. Versuch einer Synopsis" ( DNB ) oder "Der Pauperismus in Deutschland am Vorabend der industriellen Revolution" ( DNB ).

Demokratische Zensur

Kann es eigentlich eine demokratische Zensur geben? Also eine Zensur nach diktatorischen Prinzip kann ich mir vorstellen: Der entsprechende Diktator (ob nun eine einzelne Person oder Gruppe von Personen) verbietet bestimmte Dokumente und versucht dieses Verbot durchzusetzen. Soweit so bekannt, aber wie funktioniert dieses Verfahren demokratisch? Da dass Volk ja laut Theorie die eigentliche Herrschaft ausübt, müsste es ja die Zensur kontrollieren und damit die Dokumente, die es eigentlich nicht lesen soll, lesen, um sicher zugehen, dass der ausführenden Behörde bei der Klassifikation kein Fehler unterlaufen ist. Dass praktisch Zensur stattfindet ist schon klar, aber wie rechtfertigen Demokraten dies? Ist dies nur ein weiterer Spezialfall des Demokratieparadoxons? Der Bürger ist zwar so mündig über sich und andere zu herrschen, aber dennoch nicht mündig genug nur über sich zu herrschen.

Keine Angst vorm Manchester-Liberalismus

Ich recherchiere gerade etwas über das 19. Jahrhundert und die Industrielle Revolution, was sich jedoch noch etwas hinziehen wird. Im Geiste von Open Science möchte ich jedoch bereits einige Quellen vorstellen; zum Thema "Manchester-Liberalismus". Die heute gängige Vorstellung einer Ideologie, die nur auf das Eigeninteresse und die Vorteile der "Reichen" bedacht war und des Staates als Hüter des Gemeinwohls und Beschützer der Armen, der sich im 19. Jahrhundert völlig aus der Wirtschaft heraushielt, wird in den angeführten Texten als nicht ganz korrekt präsentiert. Vielmehr zeigt sich, dass die Interventionen des Staats die Lage der Armen verschlechterte und durch das Zurückdrängen des Staates verbessert wurde. Ich werde darauf hoffentlich später noch genauer eingehen können. Gerecht ist nur die Freiheit von Richard Herzinger und Mythos Manchestertum von Detmar Doering

Glückspiel mit Garantie

Nehmen wir einmal folgende zwei Situationen an: Situation 1: Ich gebe einer Gruppe von Personen die Möglichkeit an Glückspielen teilzunehmen (oder es eben nicht zu tun). Die Gewinne dürfen sie behalten, ebenso wie sie die Verluste selbst tragen müssen. Situation 2: Ich gebe einer Gruppe von Personen die Möglichkeit an Glückspielen teilzunehmen (oder es eben nicht zu tun). Die Gewinne dürfen sie behalten; die Verluste jedoch bekommen sie von mir ersetzt. Randbedingungen: Die Beziehungen zwischen den Personen und mir sind anonym. Ich trete quasi als eine unpersönliche Institution, die als vertrauenswürdig gilt, auf. Es gibt keine persönlichen Beziehungen wie Freundschaft, Nachbarschaft, Bekanntschaft usw. Es gibt also keine soziale Kontrollfunktion wie sie in kleinen Gruppen (Dorf, Gang, Freundeskreis usw.) existiert. Hier nun meine Fragen: In welcher Situation werden die größeren Risiken eingegangen? In welcher Situation sind also die potentiellen Gewinne und damit auch Verluste höher? ...

Rezension: "Die Dunkelmänner" von Michael Hesemann

Religion hat in unserer heutigen aufgeklärten Zeit einen schlechten Ruf. Religiös zu sein wird von vielen Menschen in unserer Kultur als ein Makel betrachtet, widerspricht es doch unserem Ideal vom rationalen Menschen, der nur der Wissenschaft huldigt, nichts denkt, was über die Wahrnehmung seiner Sinne hinausgeht und alle anderen Überlegungen als Irrational - weil unwissenschaftlich - abtut. Neben theoretischen und philosophischen Argumenten wird zur Begründung dieser Einstellung meist auch die Geschichte bemüht und speziell - unserem Kulturkreis entsprechend - die Geschichte der katholischen Kirche. Sprechen nicht Hexenverfolgung, Inquisition und die Unterdrückung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine deutliche Sprache? Zeigen uns nicht selbst populäre Romane und Filme zu Themen wie der Päpsten Johanna oder den Templern, dass die Kirche einigen Dreck am Stecken hat uns vieles noch immer verschweigt und uns Wissen vorenthält? Solchen Fragen geht Michael Hesemann in seinem Buch ...