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Against Intellectual X

Zwei Texte, die ich irgendwann mal lesen will (neben dutzend anderen), wenn ich mal die Zeit dazu habe, befassen sich mit Urheber- und Patenrecht und nehmen diesen gegenüber, wie deren Titel erkennen lässt, eine eher ablehnende Meinung ein. Beide Texte sind konsequenterweise im Netz frei verfügbar. Dies sind " Against Intellectual Property " von N. Stephan Kinsella und " Against Intellectual Monopoly " von Michele Boldrin und David K. Levine. In letzteres Werk habe ich auch schon einen Blick in das Vorwort geworfen, in welchem sich die Autoren mit der (Weiter-)Entwicklung der Dampfmaschine durch James Watt auseinandersetzen und an diesen Beispiel die negativen Effekte von Patenten zeigen wollen. Dies macht die Betrachtung doch wesentlich anschaulicher als eine knochentrockene theoretische Abhandlung. Wenn also mal jemand die Sachen statt meiner liest, darf er mir gerne eine Zusammenfassung zukommen lassen.

Das Sozialstaatsprinzip

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Heute ist ein großer Tag für unser Land. Ich muss in diesem Haus wohl niemanden darauf hinweisen, dass das Sozialstaatsprinzip einen integralen Bestandteil unserer Gesellschaft darstellt. Die Stärkeren stehen den Schwächeren bei, was sich vor allem darin zeigt, dass der Staat von denen die reichlich haben zu jenen umverteilt, denen es am Notwendigen mangelt. Im Wissen um diesen Konsens kann ich mich über die Skepsis und den Widerstand einiger Abgeordneter dieses Hauses gegen den vorgebrachten Gesetzesentwurf nur wundern. Ich möchte Ihnen deshalb noch einmal den nichthinnehmbaren Zustand ins Gedächtnis rufen, der uns zu diesem Gesetz motivierte: Zurzeit warten über Zehntausend kranke Mitbürger auf eine Spenderniere. Viel zu viele zu lange und vergebens, denn leider werden durch freiwillige Spenden zu wenig der lebensnotwendigen Organe bereitgestellt. Und das in einem Land, in dem Millionen von Menschen zwei gesund...

Nachdenklich

Letztens fiel mir eine Situation beim Lesen von Mises' "Nationalökonomie" ein. Bei der Beschäftigung mit der Zeit schrieb er: "Da der Mensch über die Zukunft nichts sicher weiß, bleibt es immer unbestimmt, wieviel von der noch nicht verstrichenen Zeit wir zum jetzt und zur Gegenwart zählen. Wenn jemand 1913 denken mochte: in der Gegenwart (jetzt) wird in Europa das Recht der freien Meinungsäußerung allgemein anerkannt, wird er wohl kaum geahnt haben, dass diese Gegenwart schon in wenigen Jahren sich in Vergangenheit verwandelt haben wird." (S. 80) Darauf hin wendete ich das Buch, da ich mich erinnerte, auf dem Buchrücken das Geburtsjahr von Mises gelesen zu haben: 1881. Bis auf ein Jahr genau gehörte er zu jener Generation, die ein Jahrhundert vor meiner Generation lebte, die beim Jahrhunderwechsel so alt waren wie meine Generation zum Jahrhundertwechsel und die, wie er schrieb, am Anfang des neuen Jahrhunderts dachte "in der Gegenwart (jetzt) wird in Europ...

Solidarität

Zugegeben, ich selbst verwende das Wort "solidarisch" kaum, sondern eher Worte wie "mitfühlend", "beistehend", "helfend" oder auch nur "daumendrückend". Zumindest verstehe ich, was mein Gegenüber meint, wenn er dieses Adjektiv in Sätzen wie "er verhielt sich solidarisch", "für ein solidarisches Miteinander" oder (deswegen "daumendrückend") "die Menschen in X solidarisieren sich mit den Menschen in Y." Korrekterweise sollte es jedoch heißen: Zumindest verstand ich bisher, was mein Gegenüber meinte. Anscheinend ist die Bedeutung von Solidarität eine andere. Ich ging bisher immer davon aus, dass Solidarität auch eine Aussage über die Motive der Handelnden macht; dass ein solidarisches Handeln immer auch ein freiwilliges Handeln darstellt. Ich wäre, um ein extremes Beispiel zu wählen, nie auf die Idee gekommen, zu behaupten, ein Sklave verhielte sich solidarisch gegenüber seinem Sklavenhalter, nur wei...

Wirtschaftsnobelpreis für Elinor Ostrom

Vorgestern gab das Nobelpreiskomitee bekannt , dass der diesjährige Wirtschaftsnobelpreis an die Wissenschaftler Elinor Ostrom und Oliver E. Williamson geht. Elinor Ostrom wird damit für ihre Arbeit über öffentliche Güter ausgezeichnet. Da dieses Thema mich sehr interessiert, bin ich dem Komitee und den berichtenden Medien sehr dankbar, dass sie mich auf ihre Arbeit aufmerksam machten und habe mir sofort ihr Buch "Die Verfassung der Allmende: jenseits von Staat und Markt" ausgeliehen, bevor es jemand anderes tun konnten. Das, was ich in der Google-Vorschau bereits gesichtet hatte, liest sich vielversprechend.