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Animositäten

Sebastian empfahl mir, das viel diskutierte Böhmermann-Video anzusehen. Ich reagierte zuerst ablehnend. Aber als einfallsloser Blogger mit der zwanghaften Suche nach Themen, muss ich alles was ich finde, irgendwie verwerten und kann mir solche Animositäten nicht leisten. (Und zwar alleine schon aus dem Grund, um das Wort Animositäten zu verwenden. Drei Mal, yeh!)

Ich stimme Sebastians Aussage zu, dass sich jemand, der sich an einer Diskussion zu einem Thema beteiligen will, zuvor mit den relevanten Fakten vertraut machen sollte.

Dieser Anspruch war auch hauptsächlich der Grund, warum meine vorherige "ernste" Bloggeraktivität schnell einschlief: Weil ich diese Anforderung selbst nicht erfüllen konnte.

Und da ich bisher keinen Anlass sah, mich an der Böhmermann-Debatte zu beteiligen, hatte ich auch keinen Grund, mich in diesen Sachverhalt einzuarbeiten.

Nun jedoch schaute ich mir also das Video an. Versuchte dann angestrengt mir eine Meinung zu bilden und diese pointiert zu formulieren.

Um zu der Debatte auch wirklich was Neues beizutragen, lass ich noch die Zusammenfassung auf Wikipedia.

Und hier nun mein Beitrag, den ich dem Ganzen noch hinzufügen kann: -

Kommentare

  1. Ich wollte dir das Thema nicht aufdrängen. Es ist völlig ok, zu einem Thema keine Meinung zu haben (meist ist dies sogar die beste Wahl). Leider verleitet uns die heutige Flut an klickoptimierten Artikeln, dass wir doch von allem irgendwas mitbekommen und uns informiert fühlen. Jeder wird zum Tatortexperten und ich kann mir eine Meinung zu Thomas Doll's Einstand als Bundesligatrainer fabrizieren, obwohl ich null Ahnung von Fußball habe.

    Deshalb ist es völlig legitim, zu sagen, Herr B. interessiert mich nicht bzw. ich habe mir noch nichts von ihm angeschaut und werde es auch nicht tun. Damit kann ich sehr gut leben. Aber zu sagen, Herr B. (ein linker Demokrat) ist wie Herr S. (ein rechter Populist), das ist für mich nicht ok und man sollte sich dann schon drauf vorbereiten, dass da Widerspruch kommt.

    An dieser Stelle würde ich gerne das Wittgenstein Zitat "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." unterbringen, aber da ich keine Ahnung von Philosophie habe, lasse ich das lieber :-) Ich verspreche aber an dieser Stelle, nächstes Mal nicht so agressiv zu forsch und mein Kommentarverhalten zu zügeln!

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    1. Dränge nur auf! Ich brauche schließlich Content.

      Das Widerspruch zu meinem Verlgeich kommt, habe ich dementsprechend auch erhofft. Und agressiv waren Deine Ausführungen auch nicht. Da teile ich - leider - oft schlimmer aus; kann aber im Gegenzug nicht genauso gut einstecken :-)

      Das Thema selbst kratzt an einem größeren und heikleren Themkomplex, der mich länger schon beschäftigt und den ich auch schon öfters einmal im Blog behandeln wollte, der Brisanz wegen aber immer davor zurückschreckte.

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  2. 3 Jahre sind vergangen und Erdogan ist immer noch Präsident einer "demokratischen" und "wirtschaftlich erstarkten" Türkei, Böhmermann noch immer Moderator der Satire-Sendung im deutschen öffentlich rechtlichen Fernsehen und Sarazin haut weiterhin Lektüre fürs Wutbürgertum raus. Was mich mehr interessiert, laut Definition befinden wir uns zur Zeit noch innerhalb einer Eiszeit. Dieser Zustand liegt vor, wenn mindestens 1 Pol der Erde größtenteils vergletschert ist. Bedeutet aber im Umkehrschluss, dass es auch ohne menschlich verursachte und beschleunigte Welterwärmung, Warmzeiten vorherrschen. Nun meine Fragen dazu: Wohin mit dem geschmolzenen Wasser? Muss ich einen Friesenwall bauen? Und wie lange habe ich Anrecht auf ein "Haus am Meer"?

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