Direkt zum Hauptbereich

Star Trek Discovery


Star Trek TNG Uniform
Marcus hat mir die erste Staffel der neuen Serie "Star Trek Discovery" zukommen lassen.

Anfangs war ich skeptisch. Das Setting ist düster. Die Klingonen haben keine Haare. Die ganze Staffel über ist Krieg. Warum haben die Klingonen keine Haare? Ich kann teilweise die Motivationen der Figuren nicht nachvollziehen. Ist eigentlich schon jemanden aufgefallen, dass die Klingonen keine Haare haben?

Klar, auch bei Deep Space Nine war eine ganze Staffel Krieg. Aber da waren die Figuren auch schon eingeführt und es gab etwas mehr Humor. Bei Discovery kann ich mich jetzt an keine lustige Stelle erinnern. Alles sehr ernst.

Dann reflektierte ich einmal meine Einstellung. Ich reagierte wahrscheinlich wie die Fans der Originalserie als sie das erste Mal The Next Generation sahen: Wieso hat der Captain keine Haare?[1]

Mit der Folge 7, "T=Mudd²", fühlte ich mich dann wieder zu Hause. Eine Zeitschleifenfolge - das ist Star Trek.

Dann noch das Spiegeluniversum - das war ja schon immer düster. Und als dann die große Erkenntnis über Captain Lorca kam: Hammer! Damit haben sie mich dann endgültig überzeugt.

Klar ist die Serie andere konzipiert als die vorherigen Star Trek Ableger. Aber das ist nur logisch, schließlich haben sich die Zuschauer und Sehgewohnheiten weiterentwickelt. Eine Serie nach altem Kaliber würde heute nicht mehr ankommen.

Meine Frau meinte am Ende der Staffel nur: Die können jetzt nicht einfach so Schluss machen! Ich will jetzt wissen wie's weitergeht. Wieso schickt uns Marcus nur die erste Staffel? Das kann er doch nicht machen. Da muss er schon noch gleich die zweite Staffel beilegen.

Recht hat sie!
 

[1] Hat schon einmal jemand die Bedeutung von Haaren im Star Trek Universum untersucht?

Kommentare

  1. Ich habe die Folge T=Mudd² mit Kopfhörer am Laptop angesehen während Katja etwas nähte. Sie sagte mir danach, sie hätte mich selten zuvor, so oft wie ein kleines Kind lachen gehört... Staffel 2 gibt es, wenn die Zeit dafür gekommen ist :-)

    AntwortenLöschen
  2. Ich weiß warum die Klingonen keine Haare auf dem Kopf haben. Sie sind alt geworden und haben eine Glatze. So wie du. :-D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das hat bei mir nichts mit dem Alter zu tun. Ich zitiere Terry Prattchet aus "Einfach göttlich":

      "Bei Didaktylos zuckten die Gedanken hin und her, so schnell, daß sie nur vage Schemen bildeten. Kein Wunder, daß er eine Glatze hatte: Das Haar wäre bei ihm von innen her verbrannt." :-)

      http://www.thediscworld.de/index.php/Didactylos

      Löschen
  3. Willst du sagen, dass ich dumm bin??!?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Au Backe! Aus der Sache komme ich jetzt nicht mehr raus, oder?

      Äh... Prattchet war doch Satiriker. Damit ist auch das oben genannte satirisch gemeint. Äh...also eigentlich das Gegenteil.

      Löschen
  4. Im übrigen bekommen die Klingonen in der 2. Staffel ihre Haare wieder...

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Utopie gesucht

In den 90er Jahren gab es meiner Meinung nach eine positive Zukunftssicht. Das sah man u.a. in der Serie Star Trek The next generation. Heute dagegen scheint es nur noch pessimistische Blicke auf die Zukunft zu geben. Auch die aktuellen Star Trek Serien stellen eine düsterere Welt dar. Dies könnte zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Gibt es in der aktuellen Popkultur noch Utopien?

Umlagen und Produktivität

Genug prokastiniert. Hier jetzt also der Folgeartikel zum letzten Rentenbeitrag (also dem Artikel, nicht die Zahlung :-)). Zuerst möchte ich den Umstand hervorheben, dass unsere deutsche Rentenversicherung, wie bekannt sein dürfte, ein Umlagesystem ist. Das bei diesem System eingezahlte Geld wird nicht in einem Tresor bis zur Rente verwahrt und fließt auch nicht in Investitionen, wie Staats- oder Unternehmensanleihen, die später dann eine Rendite abwerfen würden; sondern es wird sofort wieder an die aktuellen Rentner ausgezahlt. Das hat große Vorteile, weil es gerade auch die Schwachen absichert (oder zumindest sollte), die während ihrer Erwerbstätigkeit nicht die Mittel haben, um privat vorzusorgen, und vor großen volkswirtschaftlichen Katastrophen absichert, wie Finanzkrisen oder Kriegen, die angespartes Kapital binnen kürzester Zeit vernichten können. Deswegen ist ein Umlageverfahren gerade nach solchen Katastrophen eine gute Lösung, um schnell die Bedürftigen zu unterstützen, da s...

Bevölkerungsstatistikspielereien

Beim statistischen Bundesamt kann man sich Daten der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes seit 1970 herunterladen. Da bekommt man dann eine Tabelle, in der für jedes Jahr die Anzahl der Menschen in Deutschland des jeweiligen Alters aufgeführt sind.  Ich habe mir einmal immer die Zehnerjahre geben lassen und die Anzahl der Personen unter 18 Jahren aufsummiert (Jugend), zwischen 18 und 64 (Erwerbstätige) und alle ab 65 (Rentner) und habe dann das Verhältnis der Erwerbstätigen zu den Rentnern ermittelt.  (Hier als Bild, da ich in Blogger keine vernünftige Tabellendarstellung hinbekomme). Man sieht, dass 1970 auf einen Rentner noch 4 Erwerbstätige kamen, also - bildlich gesprochen - jeder Arbeiter etwa ein Viertel der Rente eines Rentners beisteuerte. Heute kommen nur noch ganz knapp drei Erwerbstätige auf einen Rentner, was bedeuten kann, dass entweder jeder Erwerbstätige jetzt ein Drittel der Rente schultern muss oder der Rentner nur nur drei Viertel der ursprünglichen Rente ...