Direkt zum Hauptbereich

Vom Schreiben und Sterben

Vor einigen Tagen habe ich, nach längerer Zeit, wieder einmal unsere örtliche Bibliothek besucht. Ursprünglich wollte ich nur einige Hörspiele für die Kinder besorgen. Dann fiel mir aber ein Buch von Terry Pratchett ins Auge, welches ich für mich mitnahm.

Es handelt sich um Sammlungen von Essays und Reden Terry Pratchetts.

Der überwiegende Teil handelt von Kreativität, dem Schreiben im Allgemeinen und Fantasy im Speziellen. Pratchett war unglaublich produktiv. In etwa zwanzig Jahren hat er rund vierzig Bücher geschrieben. Vierhundert Wörter am Tag. Und wenn nach dreihundert Wörtern das Buch zu Ende war, hat er noch einhundert für das nächste Buch geschrieben.

Ich lassen mich von solchen Schilderungen leicht mitreißen, mit dem Ergebnis, dass ich, seit ich mit dem Lesen angefangen habe, jeden Tag einen Blogartikel veröffentlicht habe.

Jetzt jedoch bin ich in dem Teil des Buches angelangt, wo er von seiner Alzheimer-Krankheit und seinem Einsatz für Sterbehilfe berichtet. Zuerst dachte ich, dass das deprimierend wird und mir den Schwung nimmt, und natürlich ist es ein bedrückenden Thema. Aber trotzdem bringt er es mit dem von ihm gewohnten Humor rüber und mit einem Anklang von Hoffnung. Auch wenn es die Hoffnung auf einen selbstbestimmten Tod ist.

Darum jetzt ein flottes Lied mit endlich Mal wieder etwas Tanz. Film ab!

 

Kommentare

  1. Ich hatte mich schon gewundert, wo der plötzliche Schreibwurm herkommt...

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Utopie gesucht

In den 90er Jahren gab es meiner Meinung nach eine positive Zukunftssicht. Das sah man u.a. in der Serie Star Trek The next generation. Heute dagegen scheint es nur noch pessimistische Blicke auf die Zukunft zu geben. Auch die aktuellen Star Trek Serien stellen eine düsterere Welt dar. Dies könnte zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Gibt es in der aktuellen Popkultur noch Utopien?

Umlagen und Produktivität

Genug prokastiniert. Hier jetzt also der Folgeartikel zum letzten Rentenbeitrag (also dem Artikel, nicht die Zahlung :-)). Zuerst möchte ich den Umstand hervorheben, dass unsere deutsche Rentenversicherung, wie bekannt sein dürfte, ein Umlagesystem ist. Das bei diesem System eingezahlte Geld wird nicht in einem Tresor bis zur Rente verwahrt und fließt auch nicht in Investitionen, wie Staats- oder Unternehmensanleihen, die später dann eine Rendite abwerfen würden; sondern es wird sofort wieder an die aktuellen Rentner ausgezahlt. Das hat große Vorteile, weil es gerade auch die Schwachen absichert (oder zumindest sollte), die während ihrer Erwerbstätigkeit nicht die Mittel haben, um privat vorzusorgen, und vor großen volkswirtschaftlichen Katastrophen absichert, wie Finanzkrisen oder Kriegen, die angespartes Kapital binnen kürzester Zeit vernichten können. Deswegen ist ein Umlageverfahren gerade nach solchen Katastrophen eine gute Lösung, um schnell die Bedürftigen zu unterstützen, da s...

Bevölkerungsstatistikspielereien

Beim statistischen Bundesamt kann man sich Daten der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes seit 1970 herunterladen. Da bekommt man dann eine Tabelle, in der für jedes Jahr die Anzahl der Menschen in Deutschland des jeweiligen Alters aufgeführt sind.  Ich habe mir einmal immer die Zehnerjahre geben lassen und die Anzahl der Personen unter 18 Jahren aufsummiert (Jugend), zwischen 18 und 64 (Erwerbstätige) und alle ab 65 (Rentner) und habe dann das Verhältnis der Erwerbstätigen zu den Rentnern ermittelt.  (Hier als Bild, da ich in Blogger keine vernünftige Tabellendarstellung hinbekomme). Man sieht, dass 1970 auf einen Rentner noch 4 Erwerbstätige kamen, also - bildlich gesprochen - jeder Arbeiter etwa ein Viertel der Rente eines Rentners beisteuerte. Heute kommen nur noch ganz knapp drei Erwerbstätige auf einen Rentner, was bedeuten kann, dass entweder jeder Erwerbstätige jetzt ein Drittel der Rente schultern muss oder der Rentner nur nur drei Viertel der ursprünglichen Rente ...